Die seltenen römischen erotischen Münzen aus dem 1. jahrhundert n. Chr. Namens Spintriae wurden ursprünglich aus einer Legierung aus Messing und Bronze geschlagen. Eine Seite des „Tokens“ zeigt den Sexualakt – immer ein Mann mit einer Frau, während die andere Seite eine römische Ziffer innerhalb eines Kranzes trägt. Die Zahlen I bis XVI sind bekannt mit Zahlen über XIII sehr selten. Wir wissen heute nicht, warum die Token gemacht wurden.

Einige Experten behaupten, dass die Hauptfunktion darin bestand, die Zulassung zu Bordellen zu erlangen und den Dienst auf dem Token abzubilden. Es wird angenommen, dass die Darstellung des Dienstes darin bestand, die Sprachbarriere zwischen den Völkern des Römischen Reiches zu überwinden: Die Deutung der Spintrien ist umstritten. Ezechiel Spanheim, der im 17. Jahrhundert als einer der ersten die Spintrien behandelte, sah in den Marken Gutscheine, die in den Theatern unter den Besuchern verteilt wurden, wie antike Texte überliefern. In der Folgezeit traten daneben weitere Vorschläge: Eintrittsmarken für Theater- oder Thermenbesuche; Jetons für Bordelle, die auf der Rückseite den Wert der auf der Vorderseite abgebildeten Dienstleistungen angaben, die der Besitzer in Anspruch nehmen konnte; Spielmarken. Zurzeit werden vor allem die Deutungen als Spiel- und als Bordellmarken vertreten.

Spintriae aus Pompeji
Foto CC0 Public Domain via Wikimedia

Seltenheit macht die Münzen wertvoll!

Im Gegensatz zu Münzen sind verhältnismäßig wenige münzähnliche Coins erhalten – was sie auch zu einem begehrten Sammlergegenstand avancieren ließ. Die Arbeit von Bono Simonetta und Renza Riva aus dem Jahr 1981 stützt sich auf 184 bekannte tesserae, die als Spintrien angesprochen werden. Diese runden, münzähnlichen tesserae mit einem Durchmesser von 20 bis 23 mm sind in der Regel aus Bronze, manche Exemplare auch aus Messing.

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Diese Münzen sind – wohl aufgrund der erotischen Motive – gerade bei Mümnzsammlern sehr beliebt. Erotische Motive waren in der Zeit der Römer sehr verbeitet. Damals waren die Menschen noch nicht so prüde: Oftmals hingen auch in den Stuben und Wohnzimmern Bilder mit erotischen Motiven. Eher Problematisch ist die Umgangssprachliche Bezeichung „Römische Bordellmünzen“. So nahm man früher wegen der zahlreichen erotischen Bilder in der Innenraumgestaltung an, es habe unzählige Bordelle in Pompeji gegeben. Heute ist klar, dass viele dieser Darstellungen auch in gewöhnlichen Kneipen – und in vielen Schlafzimmern – völlig üblich waren.










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