"Walking in Richtung Paradies .. EXPLORED" von Manoj Vasanth über flickr.com. Lizenz: Creative Commons 2.0

Die Kryptowährung Monero ist die erste Wahl für eine private Kryptowährung. Dies hat nun auch die US-Steuerbehörde IRS erreicht, die einen Analysten beauftragt hat, Monero zu brechen. Das macht den Markt bullisch – obwohl man sich auch Sorgen machen könnte.

Diese Woche könnte man denken, dass es bei Bitcoinblog.de darum geht, Licht in den Dschungel der US-Behörden zu bringen. Heute liegt der Fokus auf dem IRS. Dies ist die Abkürzung für "Internal Revenue Service" und bedeutet die Bundesbehörde für Steuerangelegenheiten. Sozusagen ein Bundessteueramt.

Die IRS befasst sich offenbar derzeit mit der Kryptowährung Monero. Ihre vielbeschworene Anonymität führt zunehmend dazu, dass Steuerermittler unter Bauchschmerzen leiden. Weil Geld, dessen Ströme nicht verfolgt werden können, Geld ist, das sich möglicherweise den Steuerbehörden entzieht. Daher bot die Agentur Mitte September 650.000 US-Dollar für Analyseunternehmen an, die die Anonymität von Monero verletzen können.

Wie bereits erwähnt, sind Blockchain- und Datenanalysten wie CipherText in der Lage, einige Aussagen über die Herkunft von Monero-Credits zu treffen. Dabei stützen sie sich jedoch sowohl auf Off-Chain- als auch auf On-Chain-Daten und können bestenfalls Wahrscheinlichkeiten angeben. Selbst im schlimmsten Fall bleibt die Privatsphäre ausgezeichnet.

Unter den 24 Antragstellern hatte sich die IRS offenbar Ende September für zwei Unternehmen entschieden – Chainalysis, bekannt für seine Analysen und die weniger bekannten bekannten Analysten des Unternehmens bei Integra FEC, deren Heimat eher die traditionelle Finanzierung ist. Das eigentlich sehr informative Unternehmen Chainalysis ist ein wenig über Monero und die IRS-Ausschreibung informiert.

Den Journalisten von Cointelegraph gelingt es nur, ein kurzes Zitat vom PR-Manager zu erhalten: Benutzer von Kryptowährungen, insbesondere Kriminelle, müssten sich heute häufig entscheiden, ob sie eine private Kryptowährung wie Monero oder eine bequeme, verfügbare und liquide verwenden würden eine Währung wie Bitcoin. Bitcoin gewinnt oft, "hauptsächlich, weil Börsen zunehmend Datenschutzmünzen aus dem Handel nehmen, um die Vorschriften einzuhalten."

Diese Aussage klingt wie eine Untertreibung, als ob die Sache nicht so wichtig wäre, malt aber gleichzeitig ein dunkles Bild der Zukunft von Monero.

Der Markt ist derzeit optimistisch in Bezug auf die Nachrichten: Monero hat es geschafft, sich als Datenschutzmünze der Wahl zu etablieren, und das IRS sucht speziell nach Methoden, um die Anonymität von Monero zu brechen – dies beweist nicht nur, dass Monero verdient hat die Krone der Privatsphäre Münzen? Der Währungskurs ist in den letzten Tagen und Wochen dementsprechend erheblich gestiegen, von 80 USD vor 30 Tagen auf 110 USD oder von 0,0078 Bitcoin auf 0,0102 Bitcoin.

Mit einer Marktkapitalisierung von fast zwei Milliarden Dollar belegt Monero im Ranking der Kryptowährungen immer noch den 15. Platz. Hinter EOS, hinter Cardano, hinter Bitcoin SV, hinter Polkadot. Zumindest was die tatsächliche Nutzung und Bedeutung des Darknet betrifft, ist Monero immer noch erheblich unterbewertet.

Andererseits könnte die Bewertung auch das Risiko widerspiegeln, das Monero mit sich bringt. Wie von Chainalysis hervorgehoben, wird eine Privacycoin wie Monero, die zunehmend im Darknet verwendet wird, für viele Börsen zu heiß. Während sie mit transparenten Kryptowährungen den Geldfluss überwachen können, um die Vorschriften einzuhalten, ist dies mit Monero mehr oder weniger unmöglich.

Für viele Börsen kann dies bedeuten, dass Probleme mit der Überwachung unvermeidlich sind. Daher nehmen einige die Münze aus dem Handel – zum Beispiel CoinCheck in Japan oder BitOasis in Dubai – während andere sie überhaupt nicht auflisten. Es ist leicht, sich die Finger an der Kryptowährung zu verbrennen, die den Top-Steuereintreiber in den USA so sehr beunruhigt.


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