Die Frage, die unbeantwortet bleibt, ist, ob die Seifenblase für die Botschaft der Mode oder für das Fiat-Währungssystem steht. Bild von João Trindade über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Mode Global, ein britisches, börsennotiertes FinTech-Unternehmen, hat angekündigt, bis zu zehn Prozent seiner liquiden Mittel in Bitcoin umzuwandeln. Der Grund ist erneut die Besorgnis über die Währungsabwertung. Hinter den Nachrichten steckt jedoch weniger, als es auf den ersten Blick erscheint.

Als MicroStrategy Bitcoins zur Grundlage seiner Barreserven machte schrieb das börsennotierte US-Unternehmen Geschichte. Nicht unbedingt, weil die Käufe den Bitcoin-Preis in die Höhe trieben, sondern aufgrund des Signals, das das Unternehmen damit gesetzt hatte:

MicroStrategy hat gezeigt, dass Geschäftsführer, Aktionäre und Aufsichtsräte die Wahl haben. Sie müssen nicht nur die Geldpolitik der Zentralbanken akzeptieren, sondern können auch auf Bitcoin oder eine andere Kryptowährung umsteigen. Das Geldmonopol des Staates wurde bereits gebrochen, und die Geschäftsführer beginnen langsam zu verstehen, was das bedeutet: Sie können mit ihrem Geld über Politik abstimmen.

Nachdem auf MicroStrategy der Zahlungsdienstleister Square folgte, steigt nun auch die Mode in die Reihen der Unternehmen, die Bitcoin in das Portfolio aufnehmen. Mode ist ein britisches, börsennotiertes Fintech-Unternehmen. Mit einer Pressemitteilung gibt es bekannt, dass "es bis zu 10 Prozent seiner Barreserven reserviert hat, um Bitcoin zu kaufen und es zum Reservevermögen seines Portfolios zu machen".

Der Zug ist Teil von Modes & # 39; "langfristiges Ziel des Schutzes von Investoren & # 39; Vermögenswerte aus Währungsabwertung. “ Darüber hinaus sucht Mode nach Möglichkeiten, in Großbritannien von zinsgünstigen Marktinstrumenten mit einem Zinssatz von 0,1 Prozent zu diversifizieren, um den Wert der Kapitalrenditen zu maximieren. Mit anderen Worten, nachdem Mode endlich Kapital durch Aktienemission aufgebracht hat, will sie dies nicht zum Guten oder zum Schlechten an das Schicksal des britischen Pfunds binden.

Wie bereits bei MicroStrategy und Square reagiert, stieg der Aktienkurs prompt: Der Wertpapierpreis stieg von 46 auf 52 Pfund.

Man sollte jedoch nicht zu viel in diese Nachricht lesen. Denn Mode ist ein relativ junges FinTech-Unternehmen, das auch einen Finanzkanal für Unternehmen nach China eröffnet, sich jedoch in erster Linie auf seine Banking-App stützt, die traditionelle Finanzen und „digitale Vermögenswerte“ zusammenführen soll. Im Moment ist die Mode-App jedoch nur eine Bitcoin-Brieftasche, für die Sie Interesse an Ihren Bitcoins bekommen können. Die Finanztransaktionen kommen später. Es handelt sich also um eine Art "BitWala-Light" und weder ein großes noch ein traditionelles noch ein übermäßig bedeutendes Unternehmen, dessen Marktkapitalisierung mit rund 36 Millionen Pfund eher überschaubar ist.

Zum Vergleich: Die Bitcoin Group die den Marktplatz Bitcoin.de betreibt, hat eine Marktkapitalisierung von mehr als 120 Millionen Euro und verfügte immer über eine relativ große Reserve in Bitcoin. So gesehen sind Modenachrichten überhaupt keine Nachrichten oder werden nur zu Nachrichten, weil das Unternehmen das nachahmt, was MicroStrategy und Square gezeigt haben, und somit in einen Trend fällt.

Aber: Es bleibt ein Trend und setzt ein Zeichen: Unternehmen müssen sich mit ihren liquiden Reserven nicht mehr von den Zentralbanken abhängig machen.


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