Wasser ist jetzt als Terminkontrakt in Chicago handelbar.

Es wird immer mehr über die Regulierung von Kryptowährungen gesprochen. Es gibt jedoch Bereiche, die möglicherweise wichtiger sind. Zum Beispiel fordert Foodwatch seit Jahren (erfolglos) die Regulierung landwirtschaftlicher Spekulationen, d. H. Eine strengere Kontrolle des Handels mit Futures auf Dinge wie Weizen oder Mais. Man muss nur sagen, dass nicht nur Banken über solche Rohstoffe spekulieren. Beispielsweise müssen die Landwirte selbst in der Lage sein, Wasser zu festen Preisen im Voraus zu kaufen. Nur so können sie dann planen und profitabel arbeiten. Tokens erleichtern den Handel mit Rohstoffen, ermöglichen jedem den Zugang, und die Digitalisierung macht den Handel mit ihnen nahezu kostenlos. Trotzdem oder gerade deshalb könnte es interessant sein zu lesen, was genau das Anliegen von Foodwatch ist:

Wenn Lebensmittel teurer werden, entsteht Hunger. Finanzmarktspekulationen mit Lebensmitteln sind daher unverantwortlich: Durch Wetten auf die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen wie Mais oder Weizen treiben Investmentbanken die Lebensmittelpreise in die Höhe. Sie sind an der weltweiten Hungerkrise beteiligt. Ein Problem, das uns alle betrifft: Für das Glücksspiel im globalen Rohstoffkasino verwenden Banken Geld, das wir in Lebensversicherungen oder Pensionsfonds investieren.

Das ist der Status

Die internationale Politik beobachtet hilflos das Geschehen der Investmentbanken. Bisher gibt es keine wirksame Regulierung der Spekulation in Lebensmitteln. Die Finanzmarktrichtlinie MiFID 2 sollte die Hektik auf den Märkten durch sogenannte Positionslimits, d. H. Eine Begrenzung der Anzahl spekulativer Verträge, eindämmen. Die Grenzwerte sollten jedoch nicht von einer mitteleuropäischen Aufsichtsbehörde festgelegt werden, sondern von jedem EU-Staat selbst. Infolgedessen wird ein Wettbewerb zwischen den Finanzzentren um die laxen Limits programmiert. Die Richtlinie ist daher nicht geeignet, um übermäßige Spekulationen einzudämmen.

Dies verlangt Foodwatch.

Foodwatch hat die europäischen Politiker aufgefordert, die folgenden regulatorischen Maßnahmen umzusetzen:

  • Effektive Positionslimits: Der rein spekulative Handel mit Warentermingeschäften muss begrenzt werden. Die Grenzwerte sollten zentral von der Europäischen Wertpapier- und Marktbehörde (ESMA) festgelegt werden.

  • Ausschluss von institutionellen Anlegern wie Versicherungen aus dem Rohstoffgeschäft

  • Verbot von Investmentfonds und Zertifikaten für Rohstoffe [19659012] Schlussfolgerung:

    Die Forderungen von Foodwatch sind daher eher vage und daher zweifelhaft. Foodwatch möchte wahrscheinlich nicht, dass große Hedgefonds über essbare Rohstoffe spekulieren. So etwas könnte vielleicht erreicht werden. Eine sinnvollere Formulierung wäre jedoch die Forderung nach mehr Transparenz. Die Forderung nach dem Ausschluss institutioneller Anleger ist definitiv dumm. Denn insbesondere die Landwirte brauchen alle Investoren, da die Geräte teuer sind und Kredite für sie aufgenommen werden müssen. Und nicht zuletzt sind Finanzinstrumente genau die Hebel, die es dem Staat ermöglichen, Korrekturmaßnahmen auf dem Markt zu ergreifen. Es ist jedoch gut, die Spekulationen über Lebensmittelpreise und -angebote moralisch in Frage zu stellen, und es ist zu hoffen, dass hier ein Diskurs entsteht und somit möglicherweise ein Konsens, eine Ethik gefunden wird (einschließlich der Schaffung von Standards wie ISO usw.). Für die Politiker gilt hier die Regel, keine Verbote zu erlassen, sondern diese Standards zu definieren, die so genial und frei von Verwaltungsaufwand sind, dass die Marktteilnehmer sie freiwillig anpassen. Vielleicht ist die Token Economy die längst überfällige Ausnahme für einen freien, transparenten und damit fairen Markt .


Herrlich sowas diese Newsschlagzeile stammt von
[ENGLISH]