Wasabi-Blume. Bild von titan2222 über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Europol widmet dem Wasabi-Mixer eine Ausgabe der Cyber ​​Bits. Die Brieftasche ist in den letzten Monaten bei Kriminellen immer beliebter geworden – und die Ermittler scheinen nicht in der Lage zu sein, die Transaktionen zu dekanonymisieren. Rund 30 Prozent der Bitcoins, die Wasabi passieren, stammen aus Darknet-Märkten.

Die Cyber-Ermittler von Europol befassen sich seit langem mit Methoden zur Verschleierung von Transaktionen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Die Polizei ist offenbar derzeit besonders besorgt über den Aufstieg eines neuen Instruments zum Mischen von Münzen: der Brieftasche Wasabi. Zumindest wird dies durch eine Neuauflage von "Cyber ​​Bits" angezeigt.

Laut dem Bericht bemerkt Europol eine zunehmende Anzahl von Untersuchungen, an denen die Wasabi-Brieftasche beteiligt ist. Diese Brieftasche bietet "eine sehr effektive Möglichkeit, Bitcoins durch Coinjoin zu mischen". Wasabi behauptet, dass die Methode eine mathematisch nachgewiesene Anonymität schafft. Da Wasabi auch eine Open-Source-Software ist, die Bitcoins nicht treuhänderisch verwaltet, gelten die in der EU geltenden Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche nicht.

Zusätzlich zum Mischen von Bitcoins durch Coinjoin hat Wasabi zahlreiche andere Datenschutzmaßnahmen umgesetzt. Blinde Signaturen stellen beispielsweise sicher, dass die Betreiber von Wasabi-Servern auch keine Ein- und Ausgänge verbinden können. Die von Wasabi verwendeten Blockfilter ermöglichen eine Light Wallet, aber im Gegensatz zu den Bloom Filter-basierten Light Wallets ist es nicht möglich, IP-Adressen und Bitcoin-Adressen zu verbinden. Da Wasabi schließlich Tor als Standard für die Kommunikation mit dem Server verwendet, verfügt es über keine IP-Adressen, die die Ermittler abrufen können.

Wasabi macht seinen Job zum Schutz der Privatsphäre der Benutzer ziemlich gut. Dies macht die Brieftasche beliebter. Seit seiner Inbetriebnahme im Herbst 2018 haben mehr als 110.000 Bitcoins – gut eine halbe Milliarde Euro – den Service durchlaufen. Das Volumen scheint zuzunehmen, da Bitcoins im Wert von 50 Millionen US-Dollar allein in den letzten drei Wochen in Wasabi hinterlegt wurden. Ein Drittel davon stammt offenbar aus Darknet-Märkten, was einen relativ hohen Prozentsatz an kriminellen Geldern darstellt, da nur ein Prozent aller Bitcoin-Transaktionen zum Vergleich mit dunklen Märkten verbunden sind.

Tatsächlich scheinen Wasabi-Transaktionen in den meisten Fällen unmöglich zu dekanonymisieren. Dies ist nur möglich, wenn die Benutzer Fehler machen. Die üblichen Blockchain-Analysetools können jedoch relativ gut herausfinden, wann eine Transaktion Wasabi verwendet. Dies könnte bedeuten, dass diejenigen, die ihre Bitcoins mit Wasabi mischen – und sie vermutlich mit Münzen aus kriminellen Quellen in Kontakt bringen – Gefahr laufen, im Fadenkreuz der Strafverfolgungsbehörden gefangen zu werden. Denn wenn die Transaktionen nicht durch einen Algorithmus aufgeschlüsselt werden können, besteht die einzige verbleibende Option darin, die Urheber der einzelnen Eingaben zu identifizieren und von ihnen Informationen anzufordern, zu welchen Ausgaben sie gehören. Ich weiß jedoch nicht, ob dies getan wird oder nicht und ob es überhaupt erlaubt ist.

Wasabi ist so bedeutend, dass der Bericht ankündigt, dass er in einer kommenden Ausgabe von Cyber ​​Bits ausführlich darüber berichten wird. Als "Spoiler" enthüllt diese Ausgabe Folgendes: "Es sieht nicht gut aus."


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