Schweinfurt bei Nacht. Bild von Manuel Karl über Wikipedia.de. Lizenz: Creative Commons

Mit Hilfe einiger Partner ist es der cpi Crypto Payment International GmbH gelungen, den ersten von der BaFin regulierten Bitcoin-Geldautomaten in Deutschland einzurichten. Die Lösung ist nicht ohne Einschränkungen – respektiert aber zumindest die Privatsphäre des Benutzers.

Nein, nicht Berlin und auch nicht München, Hamburg oder Köln. Nicht einmal Stuttgart. Aber Schweinfurt, eine Industriestadt in Unterfranken, die die meisten von Ihnen kennen, weil Sie auf dem Weg von Würzburg nach Berlin daran vorbeifahren.

In Schweinfurt gibt es jetzt den einzigen Bitcoin-Geldautomaten in Deutschland, einen sogenannten Bitcoin-Geldautomaten, an dem Sie Bargeld gegen Bitcoin eintauschen können. Er hebt sich von einer leeren Landschaft ab. Weil die Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) in diesem Jahr gegen die Bitcoin-Maschinen vorging und schließlich auch den Betrieb der Maschinen von Coin Fellows, dem einzigen noch nennenswerten Betreiber einstellte.

Nun erfolgreich, anscheinend erfolgreich, musste die cpi Crypto Payment International GmbH die regulatorischen Anforderungen der BaFin erfüllen, um den "ersten regulierten Cryptomat®" in Schweinfurt als Pressemitteilung in Betrieb zu nehmen schreibt. Die Maschine befindet sich in den öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten der Crypto Supply GmbH, einem Anbieter von Bergbauhardware, der auch die Aufnahme der Bergleute anbietet, und wurde offenbar vom estnischen Hersteller Intellogate hergestellt eine Variante der APT-Maschine.

Wie erfüllt cpi die regulatorischen Anforderungen von BaFin? Der Cryptomat® kann zunächst nur verwendet werden, wenn die cpi-Wallet-App verwendet wird: Gekaufte Bitcoins werden nur der Wallet-App gutgeschrieben. Diese Brieftasche basiert auf der Technologie von Tatoshi einer Bitcoin-Brieftasche aus der Schweiz, die ein Konzept zur sozialen Wiederherstellung der Brieftasche entwickelt hat.

Um die Brieftasche verwenden zu können, müssen Sie sowohl Ihre Telefonnummer als auch Ihre E-Mail-Adresse bestätigen, was zu einer geringen, eher schwachen Identifikation führt. Mit diesem Status können Sie Bitcoins für bis zu 500 Euro bei einem Cryptomat® kaufen. Sie müssen dann Ihre Identität überprüfen lassen, was wahrscheinlich mithilfe eines Videoidentifizierungsprozesses erfolgt.

Damit versucht cpi eine Brücke zwischen BaFin und den Benutzern zu schlagen. Die BaFin möchte aus gutem Grund verhindern, dass Bitcoins kriminellen Ursprungs anonym über Geldautomaten ausgetauscht werden. Andererseits möchten die Benutzer – aus genau gutem Grund – die Maschine genau deshalb verwenden, weil sie ihre Identität in einer Datenbank nicht aufrechterhalten möchten. Dahinter muss keine kriminelle Absicht stehen, sondern nur die völlig berechtigte Sorge um den Datenschutz.

Als Benutzer können Sie jetzt auf einem Cryptomat® für bis zu 500 Euro pro verfügbarer Telefonnummer zu Bitcoin wechseln. Für die meisten Menschen sollte dies nicht mehr als ein paar tausend Euro betragen, obwohl es in Deutschland nicht mehr möglich ist, eine Telefonnummer auf legale Weise zu erhalten, ohne die Identität zu bestätigen. Ich weiß nicht, ob und wie es Kriminellen gelingt, dies zu umgehen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass das Geldwäscherisiko am Geldautomaten sehr gering ist, während Benutzer noch recht diskret bescheidene Beträge kaufen können.

Diese Brücke ist ein Gemeinschaftsprojekt von cpi aus Berlin, der CM-Equity AG aus München, die über die erforderlichen Lizenzen der BaFin verfügt, und den Entwicklern von Tatoshi. Es ist nun geplant, ein Netzwerk solcher Maschinen in ganz Deutschland aufzubauen. Damit würde Deutschland endlich das in den meisten Ländern seit mehreren Jahren übliche Niveau erreichen.


Herrlich sowas diese Newsschlagzeile wurde geschrieben von
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