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Wie Sie ICO-Abzocker entlarven – Bitcoin News Schweiz

Überall, wo Kryptowährungen, ICO oder Blockchain zugegen sind, tummeln sich in der Regel einige Kriminelle, die sich die Naivität von Investoren zunutze machen. In diesem Artikel geben wir Ihnen ein paar hilfreiche Tipps, damit Sie auf keine falschen Versprechungen von ICO-Betrügern reinfallen.

Erstausgaben von Digitalwährungen, sogenannten Initial Coin Offerings (ICO), werden zurzeit immer populärer. Mit dem kontinuierlichen Fortschritt der Blockchain-Technologie und dem Aufstieg von virtuellen Währungen wie etwa Bitcoin oder Ethereum sind die damit verbundenen, aber oft riskanten Investitionen in ICOs gleichzeitig verlockend und manchmal überaus lohnend.

Es ist also nicht verwunderlich, dass Firmen, die durch Initial Coin Offering Kapital aufnehmen wollen, langsam aber sicher zu einem Massenphänomen werden – allen ist gemein, dass ihre Angebote auf den ersten Blick durch und durch erfolgversprechend sind. Allerdings ist es gar nicht so einfach zu unterscheiden, welche von ihnen denn wirklich innovative und interessante Konzepte verfolgen und welche ihre Investoren einfach nur abzocken wollen. Wie soll man nun das richtige ICO auswählen und wie erkennen Sie, dass es sich nur um eine perfide Masche handelt, um Ihnen Ihr Geld aus der Tasche zu ziehen? Wenn Sie alle Warnhinweise deuten lernen, sind Sie jedenfalls gut gegen ICO-Betrügereien gewappnet – dafür haben wir für Sie eine Reihe von nützlichen Tipps auf Lager:

Sich über den ICO-Anbieter schlau machen

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen ICO ist zu einem grossen Teil das dabei involvierte Team von Personen, also der Anbieter. Ein schlechtes Team hingegen kann ein Projekt ziemlich schnell zum Kollaps bringen. Das wissen natürlich auch Betrüger, und so erfinden diese gerne einfach mal fiktive Firmengründer und ICO-Berater, damit ihr Projekt glaubwürdiger erscheint und über kurz oder lang Investitionen von naiven Anlegern einheimst.

Wie auch immer, wenn Sie den jeweiligen ICO-Anbieter nicht auf LinkedIn, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken finden, sollten bei Ihnen jedenfalls die Alarmglocken schrillen. Falls die Anbieter tatsächlich auf diesen Portalen vertreten sind, dann lesen Sie sich erst einmal alles in Ruhe durch. Dabei stellen Sie sich die Fragen: wie oft veröffentlicht der Anbieter neue Beiträge? Oder wirkt er eher inaktiv und hat trotzdem über 10‘000 Follower? Dann ist etwas faul – hier könnte es sich nämlich um fiktive Personen handeln, die ihre Follower einfach eingekauft haben. Seien Sie also auf der Hut und überprüfen Sie immer, welche Erfahrungen die jeweilige Firma auf dem Markt vorzuweisen hat. Erkundigen Sie sich auch über die früheren Tätigkeiten des Anbieters, ob er auch wirklich real ist und ob sein tatsächlicher Background mit seinen Behauptungen übereinstimmt. Ein hervorragendes Tool dafür ist auch das Forum Bitcointalk, wo zum Beispiel neu angekündigte oder fragwürdige Cryptocoin-Projekte diskutiert und werden.

White Paper studieren

Ein ICO White Paper ist in der Regel ein ausgezeichneter Sicherheitsgarant, da Sie in ihm eine detaillierte Zusammenfassung finden in Bezug auf die Einzelheiten des jeweiligen ICO-Angebots, weiter auf dessen technischen Aspekte sowie die nächsten nötigen Schritte für das anstehende ICO. Achten Sie beim White Paper nicht nur darauf, dass es sorgfältig erstellt ist, sondern berücksichtigen Sie auch weitere Informationsquellen bezüglich Finanzmodell, SWOT-Analyse, rechtliche Situation und Geschäftsplan. Verlassen Sie sich also nicht uneingeschränkt auf das White Paper, denn auch hier ist leider Vorsicht geboten – ein gutes Beispiel für Betrüger mit einem scheinbar einwandfreien White Paper ist der PlexCoin, der von tausenden Anlegern über 15 Mio. USD eingesammelt hatte, bevor er von der US-Wertpapieraufsicht SEC im letzten Dezember vom Markt verwiesen wurde und seine Einnahmen eingefroren wurden – doch als akzeptabler Wegweiser nützt das White Paper allemal. Wenn Sie allerdings bei der jeweiligen Firma erst gar kein White Paper vorfinden oder dessen Website von Marketingjargon und fantastischen Versprechungen nur so wimmelt, dann nichts wie weg!

Die Entwicklung des virtuellen Tokens verfolgen

Um einen erfolgreichen ICO aufbauen zu können – oder überhaupt einen ICO – bedarf es eines eigenen Währungssystems, wobei dieses System sowie sein Verkaufserfolg mühelos nachweisbar sein sollten. Alle erfolgreichen ICOs haben gemeinsam, dass sie ohne Probleme anhand ihrer Verkaufs-Adresse erfasst werden können, wohingegen ein betrügerischer ICO-Anbieter in der Regel die Entwicklung des angebotenen Tokens unübersichtlich hinter verschiedenen URLs zu verbergen versucht. Das bedeutet, dass es dann unmöglich ist zu erkennen, welche Menge denn bereits geschöpft wurde oder wie viel Zeit bis zum ICO-Verkauf überhaupt übrigbleibt. Des Weiteren ist in einem solchen Fall auch nicht ersichtlich, welcher Geldbetrag im Rahmen dieses Projekts bereits von Anlegern eingesammelt wurde und seit wann der ICO schon angeboten wird. Weiter kann es auch vorkommen, dass die Tokens permanent ausverkauft sind – da kann man sich nur fragen: ist der verkaufte Token wirklich so populär oder wollen sie sich mit dem „raren“ Token einfach nur interessant machen?

Wie sieht es mit der Transparenz aus?

Allgemein gilt: je mehr Transparenz gegenüber der Community, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass der ICO-Anbieter wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Idealerweise sollten die Kanäle von sozialen Medien sowie die Firmenwebsite des Anbieters topaktuell sein und die potenziellen Investoren ausführlich über seine Entwicklung informieren. Dies ist nämlich ein positives Zeichen dafür, dass er keine Angst hat, mit seiner Arbeit der Öffentlichkeit gegenüber völlig transparent zu sein. Des Weiteren sollte auf einer Zeitachse klar ersichtlich sein, wie sich sein Produkt im Laufe der Zeit entwickelt hat. Falls Sie sich bei einem ICO also fragen, was denn damit passiert und wann es passiert, so ist die Sache verdächtig.

Durchführbarkeit des ICO-Projekts korrekt einschätzen

Ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist die Cloud-Gaming-Plattform Playkey.net, welche Gamern und Besitzern von Low-End-Geräten erlaubt, auch speicherkapazitätstechnisch anspruchsvolle Blockbuster-Games zu spielen. Dabei hatte das Playkey-Team die Gewissheit und das Selbstbewusstsein, dass es dafür auch wirklich über die notwendigen Skills verfügte und dass es selbst sowie seine Verbraucher reif waren, einen Schritt weiter zu gehen. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, rief also die Firma die Plattform Playkey.io, eine dezentralisierte Gaming-Plattform, ins Leben, auf welcher Spieler ihre Hardware-Leistung an andere Spieler „ausleihen“ können, die keine so leistungsstarken Geräte besitzen und bauten so ein gut funktionierendes P2P-Ökosystem auf. Finanziert wird das Projekt natürlich mit Kryptowährungen.

Wie Sie an diesem Beispiel sehen können, sollte man als potenzieller Investor nicht nur ein Auge auf den gegenwärtigen Erfolg eines ICO-Projekts werfen, sondern sollte darüber hinaus auch ein Stück weit in die Zukunft sehen können. Innovation und Begeisterung sind ja schön und gut, aber hat das Projekt auch in der Zukunft Bestand, um sich im Endeffekt zu lohnen? Diese Frage sollte sich jeder angehende Investor stellen.

Vertrauen reicht nicht – Kontrolle ist besser.

Im Jahr 2016 sammelte die Krypto-Plattform DeClouds über 1 Mio. USD von seinen Anlegern ein – eine Glanzleistung auf dem Wettbewerbsmarkt. Doch ziemlich bald kam ans Licht, dass die DeClouds-Plattform nicht gerade das war, wofür sie sich ausgab, denn nicht nur ihre Gründer waren plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, sondern auch die in das Projekt hineingesteckten Bitcoins der vertrauensseligen Investoren. Die glaubwürdig scheinenden Fotos, die DeClouds auf sozialen Netzwerken teilte, waren gefälscht und auch ihre „Berater“ waren nichts anderes als fiktive Personen.

Fazit

Die Moral von der Geschicht – seien Sie vorsichtig! In der Praxis heisst das unter anderem: überprüfen Sie im Vorfeld auch immer, ob die angegebenen Kontaktdaten des jeweiligen ICO-Anbieters wahrheitsgetreu sind und Sie dorthin führen, wohin sie auch sollen. Machen Sie sich über die jeweilige juristische Person schlau und stellen Sie sicher, dass die von ihr gelieferten Informationen glaubwürdig sind. Es schadet auf keinen Fall, wenn Sie sich eingehend mit dem jeweiligen ICO-Anbieter befassen und keine Scheu haben, bei Ungereimtheiten auch die nötigen Fragen zu stellen.







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